Prolog

..oder was uns antrieb dieses Buch zu machen

Für uns - das sind Luca Werth und Nicole Werth – war die Arbeit an diesem Buch eine ganz besondere.

Wir verbrachten einige Zeit im Handel, einem Zweig unserer Dienstleistungsgesellschaft, der jede Unschuld verloren hat, da es in dieser Branche wie nahe zu überall in unserem Arbeitsleben einzig darum geht, ob und in welcher Höhe die Abschlüsse getätigt werden. Im Grunde ein trauriges Unterfangen, da jede Form von Menschlichkeit auf der Strecke geblieben scheint.

Als wir begannen uns mit der Realisierung dieses Buches zu beschäftigen, begegneten uns vor allem immer wieder die Fragen;

„Ihr macht ein Kochbuch? Wie kommt ihr denn dazu? – Wird sich das lohnen?“

Schon jetzt, obwohl wir noch nicht um die Wirtschaftlichkeit dieses Buches wissen, können wir sagen; es hat sich für uns gelohnt! Es ist ein kleines Projekt mit einem hohen Anteil an zwischenmenschlicher Erfahrung.

Es war interessant, zu sehen wie unterschiedlich die Menschen mit den Themen Kochen und Kommunikation umgingen. Gleich zu Beginn des Vorhabens begegnete uns eine Ärztin, die uns erklärte, wie viele wichtigere Themen es in unserer Gesellschaft gäbe - um das Kochen würde ein solcher Hype getrieben, an dem sie sich nicht beteiligen wolle.

Wir dachten darüber nach, ob es falsch sei  - uns in dieser Angelegenheit zu engagieren. Doch dann kamen wir zu dem Entschluss, dass kochen und essen  grundlegende Motive nahe zu aller Kulturen und darüber hinaus existenziell für Jeden von uns sind.

Einer der Doktoren sagte:  „Zusammen Kochen ist eine gute Gelegenheit, um mit der Familie und Freunden zu sein.“

Und eine Freundin rief uns zu: „Bei euch liest man das Kochen und Essen wie eine eigene Sprache, eine Form der Kommunikation.“

Die Kernaussage dieser Sätze war für uns; wie wichtig es ist, dass man den Menschen, die einem etwas bedeuten, Zeit und Aufmerksamkeit widmet.

Wenn wir es schaffen mit unserem einfachen Projekt auch nur ein Essen zu initiieren, das Gespräche hervorbringt, die sich über das Alltägliche hinaus mit Tiefergehendem beschäftigen, dann haben wir etwas erreicht.

 
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